logo

Schon etwas in Bezug auf die Grundsteuer unternommen?

Die Grundsteuerreform

Warten Sie nicht,
handeln Sie jetzt!

Die Frist zur Einreichung der Feststellungserklärung ist zwar erst der 31. Oktober 2022, allerdings sollten Sie schon jetzt handeln. Die Unterlagen für die Grundsteuerreform müssen Sie zum Teil beim Katasteramt oder bei anderen Behörden anfordern. Die Ämter werden in den nächsten Tagen und Wochen mit Anfragen überhäuft, sodass eine lange Bearbeitungszeit eingeplant werden muss.

 

Bis zum Ende der Frist für die Einreichung der Unterlagen sind es noch:

Tage
Stunden
Minuten
Sekunden

Um was geht es
überhaupt?

Das Bundesverfassungsgericht hat dem Gesetzgeber bereits 2018 aufgegeben, die Bewertung von Grund­ stücken im Zusammenhang mit der Grundsteuer neu zu regeln. Hintergrund ist die als verfassungs-widrig eingestufte Einheitsbewertung, die auf Werten aus den 60-er Jahren (bzw. in den neuen Bundeslandern aus den 30-er Jahren) beruht. Somit kann es aktuell zu einer unterschiedlichen Besteuerung von eigentlich gleichwertigen Grundstücken kommen.

Mit der Reform der Grundsteuer mochte der Gesetzgeber u. a. diese Ungleichheit beseitigen, ohne die durch die Grundsteuer erzielten Einnahmen insgesamt zu verändern. Dafür muss der für die Grundsteuer massgebliche Grundstückswert neu festgestellt werden. Ab dem Jahr 2025 sollen darauf basierend neue Grundsteuerbescheide ergehen.          

Was bedeutet die
Neuregelung für mich?

Bei der Bewertung gelten unterschiedliche Regelungen für unbebaute und bebaute Grundstücke sowie Besonderheiten für die jeweilige Art der Nutzung. Darüber hinaus konnen je nach Bundesland unterschiedliche Bewertungsregelungen gelten. Welches Modell fur die Bewertung lhres Grundstücks anzuwenden ist, hängt davon ab, in welchem Bundesland das Grundstück gelegen ist.

Gerne erstellen wir für lhr(e) Grundstück(e) die notwendigen Erklärungen und übernehmen für Sie die elektronische Übertragung ans Finanzamt unter Beachtung der Fristen.

Welche Daten
werden benötigt?

  • Lage des Grundstücks bzw. des Betriebs der Land- und Forstwirtschaft
  • Gemarkung, Flur und Flurstück des Grundvermögens
  • Eigentumsverhältnisse
  • Grundstücksart (unbebaut, Wohngrundstück, andere Bebauung)
  • Fläche des Grundstücks
  • ggf. Wohnfläche bzw. Grundfläche des Gebäudes
  • mehrere Gemeinden (ja/nein)
  • Miteigentumsanteil (Zähler/Nenner)
  • Nutzungsart
  • Baudenkmal ja/nein]
  • ggf. Abbruchverpflichtung

Wo finde ich
diese Daten?

Sie finden die entsprechenden Daten zum Beispiel im Kaufvertrag, in der Flurkarte, im Grundbuchblatt, im Einheitswertbescheid, im Grundsteuerbescheid oder in der Teilungserklärung.

 

Bitte lassen Sie uns die Unterlagen, aus denen sich die entsprechenden Daten ergeben, per E-Mail zukommen. Sollten diese erforderlichen grundstücksbezogenen Daten nicht (mehr) auffindbar sein, kann eine Flurkarte beim Vermessungsamt und ein Grundbuchauszug beim zuständigen Amtsgericht beantragt werden.

Vereinbaren Sie jetzt
einen Beratungstermin

Als zertifizierter Berater für Immobilienbesteuerung

steht Ihnen Michael Weber und sein Team kompetent zur Seite.

Häufig gestellte Fragen zur Grundsteuer

Grundsteuer-FAQ

Auf Grundbesitz wird in Deutschland die sogenannte Grundsteuer erhoben. Hierzu gehören neben den Grundstücken auch die Gebäude sowie Betriebe der Land- und Fortstwirtschaft. Als Eigentümerin bzw. Eigentümer sind Sie verpflichtet die Grundsteuer zu zahlen. Vermieten Sie Ihren Grundbesitz, können Sie die Grundsteuer über die Betriebskosten auf die Mieter/innen umlegen.

Alle Einnahmen, die  durch die Grundsteuer erzielt werden fließen in die Kasse der Städte bzw. Gemeinden. Deutschlandweit werden aktuell rund 15 Milliarden Euro / Jahr Grundsteuer berechnet.

Über diese, für die Kommunen eine der wichtigsten Einnahmequellen, werden z.B. Schulen und Kitas finanziert. Das Geld fließt aber auch in die örtliche Infrastruktur und in Freizeitaktivitäten wie Spielplätze, Schwimmbäder oder Büchereien.

Die aktuelle Bewertung der Grundsteuer wurde durch das Bundesverfassungsgericht schon im Jahr 2018 für verfassungswidrig erklärt. Hintergrund ist ein Verstoß gegen das im Grundgesetz verankerte Gebot der Gleichbehandlung. Zur Zeit werden gleichartige Grundstücke unterschiedlich behandelt, da zur Berechnung noch Werte (die sog. Einheitswerte) aus den 60-er bzw. 30-er Jahren verwendet werden.

Die Werte von Grundstücken und Gebäuden haben sich seitdem sehr unterschiedlich entwickelt, weshalb es aktuell zu dieser steuerlichen Ungleichbehandlung kommt.

Bis zum 31. Dezember 2024 darf nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts übergangsweise die Grundsteuer noch nach der jetzigen Form erhoben werden.

Um eine neue Datenbasis zu schaffen müssen Grundbesitzer nun zahlreiche Unterlagen zusammentragen und eine Steuererklärung beim zuständigen Finanzamt einreichen.

Die Grundsteuer wird noch bis zum 31. Dezember 2024 in seiner jetzigen Form erhoben. Hintergrund ist, dass die Berechnung der Grundsteuer erst erfolgen kann, wenn die Werte der Grundstücke festgestellt wurden. Es wird voraussichtlich noch bis Herbst 2024 dauern, bis für einen Großteil der Steuerpflichtigen eine konkrete Höhe der künftigen Grundsteuer berechnet wurde.

 

Ab dem 01. Januar 2025 sollen die Grundsteuerbescheide dann auf den neuen Daten basieren.

Die Berechnung der Grundsteuer wird auch künftig noch in drei Schritten erfolgen: Grundbesitz-Wert x Steuermesszahl x Hebesatz

 

In den Grundbesitzwert fließen u.a. die Grundstücksfläche, die Nettokaltmiete sowie der Bodenrichtwert ein. Außerdem werden auch die Grundstücksart sowie das Alter der Gebäude in die Berechnung einbezogen. In NRW können die Bodenrichtwerte über das Portal „BORIS NRW“  eingesehen werden. Die Mietniveaustufen hat das Bundesfinanzministerium auf Basis von Daten des statistischen Bundesamtes vorgenommen. 

 

Die Steuermesszahl wird zum Ausgleich der Wertsteigerung drastisch (auf ca. 1/10 des bisherigen Wertes) gesenkt. Für Wohngrundstücke bedeutet das eine Senkung von aktuell 0,35% auf 0,031%, für Nichtwohngrundstücke eine Senkung auf 0,034%.

 

Der Hebesatz wird durch die Gemeinde neu festgelegt. So haben die Kommunen die Möglichkeit eine erhebliche Veränderung des insgesamten Grundsteueraufkommens zu regulieren. Die insgesamten Einnahmen durch die Grundsteuer wollen die Kommunen nicht erhöhen.